CETIS-CH im Einsatz als SB – Gerichtskasse

Die Automatisierung klassischer Kassen durch SB-Systeme mit Hilfe von CETIS-CH hat nun in einer weiteren Branche Einzug gehalten. In einigen Bundesländern wurde die traditionelle Gerichtskasse um SB-Systeme ergänzt - mit dem Ziel, mittelfristig nahezu das gesamte Kassengeschäft einer Gerichtskasse über SB-Systeme abzuwickeln.

 

Die Abwicklung von Zahlungsvorgängen an der Gerichtskasse basiert heute noch weitgehend auf manueller Kassenführung. Das Bargeld wird manuell vereinnahmt bzw. ausgezahlt, die notwendigen Belege und Quittungen werden meist manuell erstellt. Auch Kartenzahlungsvorgänge erfolgen nicht verfahrensintegriert, also sind hier ebenfalls manuelle Nacharbeiten erforderlich.

Grundsätzlich lassen sich alle Bezahl- und Auszahlvorgänge der Gerichtskasse auf einem Selbstbedienungssystem abbilden. Beispielsweise das Begleichen von Forderungen, Ratenzahlungen, die Auszahlung von Erstattungen (z.B. Entschädigungen für Zeugen und Sachverständige) und vieles mehr.

Im Wesentlichen werden dabei zwei Arten von Kassenvorgängen unterschieden:

    • In den meisten Fällen geht einem Bezahl- oder Auszahlvorgang ein Gespräch mit einem Sachbearbeiter voraus. Dieser eröffnet einen Vorgang, legt den Zahlbetrag fest und dokumentiert dies gegenüber dem Kunden auf einem Zahlbeleg, der mit einem Barcode versehen ist. Diesen Barcode scannt der Kunde am SB-Kassenautomat ein und wird daraufhin zur Zahlung des entsprechenden Betrags aufgefordert oder es wird die angewiesene Auszahlung veranlasst. Je nach Geschäftsvorfall können unterschiedliche Zahlungsquittungen erstellt werden, auch Mehrfachquittungen sind möglich.


  • Es gibt auch eine Reihe von Vorgängen, die direkt vom Kunden am SB-Kassenautomat gestartet werden können, da die Zahlung, die einem Vorgang vorausgehen muss, bereits feststeht (Beispiel: Kirchenaustritt). In diesen Fällen kann der Kunde selbst aus einem Menü am Bildschirm des SB-Systems den Vorgang wählen. Er wird dann zur Zahlung aufgefordert und erhält nach erfolgreicher Zahlung auf der Quittung einen Hinweis über die weitere Vorgehensweise. Somit ist gegenüber dem heutigen Verfahren ein kompletter Prozessschritt eingespart, sowohl für den Kunden als auch für das Gericht.

Funktionen im Überblick

  • Ein- und Auszahlmöglichkeit für Scheine und Münzen
  • Lagerung der Geldbestände in geräteinternen Tresoren
  • Skalierbarkeit in Hardwareausstattung und Kapazität
  • Unterstützung von Geldautomaten für Selbstbedienungsbetrieb und automatischen Kassentresoren (AKT) für Mitarbeiterbetrieb
  • Kartenzahlungsterminal in das Bargeld-Selbstbedienungssystem integriert
  • Anbindung an unterschiedliche Fachverfahren zur Abbildung der einzelnen Geschäftsprozesse, auch mehrere Fachverfahren gleichzeitig
  • Individuelle Gestaltung des Dialogablaufs je Geschäftsprozess, zugeschnitten auf die Belange einer Selbstbedienungslösung
  • Präsentation zusätzlicher Informationsinhalte für Kunden
  • Benutzergruppenspezifische Sonderfunktionen
  • Geschäftsprozessspezifischer Quittungsdruck
  • Zentrales Management und zentrale Überwachung aller angeschlossenen Systeme per Web-Applikation

Eine SB-Lösung, die die Gesamtfunktionalität einer Gerichtskasse abbilden soll, muss also in der Lage sein, beide Formen der Vorgangsbearbeitung abzubilden, da sonst wesentliche Eingriffe in die gerichtsinternen Prozesse erforderlich wären. Dieses ist mit dem Einsatz von CETIS-CH gewährleistet, da beide Abwicklungsformen zum Standard-Leistungsumfang gehören.

Bedingt durch die stark unterschiedliche Organisation von Gerichtskassenprozessen in den einzelnen Bundesländern ist es zudem erforderlich, dass die Kernfunktionalität "Gerichtskasse" landesspezifisch leicht anpassbar ist - sowohl an die abzubildenden Prozessabläufe als auch an die jeweils zu integrierenden Verwaltungs-Fachverfahren. Auch hier kann CETIS-CH seine Stärken voll nutzen.

Bereits umgesetzt und in Betrieb befindet sich die Lösung in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen. Auf der im September durchgeführten Fachmesse für IT in der Justiz, dem EDV Gerichtstag in Saarbrücken, wurde die Lösung präsentiert und erhielt zahlreiche positive Rückmeldungen aus weiteren Bundesländern.

Mehr Service für Kunden

  • Unabhängigkeit von Kassenöffnungszeiten
  • Aktueller Stand von offenen Forderungen, Ansprüchen etc. jederzeit ersichtlich
  • Optimierung der Kassenvorgänge und der damit verbundenen Geschäftsprozesse
  • Reduzierung der Fehleranfälligkeit
  • Durchgehende, integrierte Prozesse, Vermeidung von Medienbrüchen (Wegfall des manuellen Aufwandes z.B. bei der Betragsermittlung, Buchung oder Belegerstellung)
  • Entlastung der Kassen- und Servicestellen, sicheres Bargeldhandling (mehr Service für den Kunden, Arbeitssicherheit für die Mitarbeiter)
  • Unterstützung für das Forderungsmanagement
  • Vermeidung von Kassendifferenzen, Protokollierung und Journalisierung (Sicherheit und Wirtschaftlichkeit)
  • Optimierung der Verwahrung und Weiterverarbeitung des vereinnahmten Bargelds

Ansprechpartner: Thomas Vogel; Turn on Javascript!