Qualitätssicherung im SAP Transportwesen

SAP bietet den Anwendern mit dem SAP-Transportworkflow und der TMS Quality Assurance eine einfache Möglichkeit, die Qualitätssicherung und Auditierbarkeit auch im SAP Transportwesen mit SAP-Boardmitteln umzusetzen.

 

SAP stellt zur Überwachung und Steuerung von Transporten in einer Systemlandschaft zwei unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen die etwas einfachere TMS Quality Assurance mit einer relativ einfachen Genehmigungsstruktur und zum anderen den sehr flexiblen, an die eigene Systemlandschaft und interne Prozesse anpassbaren Transportworkflow. Als dritte Möglichkeit muss hier noch das Change Request Management des SAP Solution Managers erwähnt werden, welches allerdings nur über den SAP Solution Manager läuft und einen deutlich höheren Konfigurations-, Einführungs- und Umsetzungsaufwand benötigt.

Durch die TMS Quality Assurance werden eine oder mehrere Genehmigungsstufen vor einem Transport zwischen dem Qualitätssicherungs- und Produktivsystem durchlaufen. Bevor ein Auftrag vom Entwicklungssystem in das Produktivsystem transportiert werden kann, müssen auf dem QA-System (meist das Test-/Qualitätssicherungssystem) durch die verantwortlichen Personen verschiedene Genehmigungsschritte bestätigt werden. Erst nach erfolgreicher Bestätigung aller Schritte kann ein Transport in das Produktivsystem bzw. in die weiteren Belieferungssysteme erfolgen.

 
 

Da das QA System mindestens Ziel einer Konsolidierungs- bzw. Belieferungsschicht sein muss, funktioniert TMS Quality Assurance nur in einer mindestens Drei-Systemlandschaft.

Anders als TMS Quality Assurance bildet der SAP Transportworkflow den Transportprozess von Erweiterungen oder Neuentwicklungen im System ab und ist auch in Zwei-System-Landschaften einsetzbar. Bei dieser Methode wird bei der Freigabe eines Änderungsauftrags automatisch ein Transportantrag erstellt und dieser an die verantwortliche Person weitergeleitet.

Dieser Workflow kann zur schnellen und sicheren Kommunikation der Entwicklungsabteilung und der Systemadministration genutzt werden. Normalerweise erhält der verantwortliche Mitarbeiter diese Mitteilung über den SAP Business Workplace, es ist aber auch möglich, über die Extended Notifications for SAP Business Workflow eine E-Mail oder SMS an die entsprechende Person zu senden.

Erst durch die Bestätigung der Anträge erfolgt automatisch der Transport in die entsprechenden Systeme. Außerdem können bei dieser Technik für das Qualitätssicherungs- und Produktivsystem verschiedene Mitarbeiter zur Genehmigung eingerichtet und somit die Verantwortlichkeiten für die Systeme genau getrennt werden. So wird zuerst ein Transportantrag für den Transport des Auftrags vom Entwicklungs- in das Qualitätssicherungssystem erstellt und nach erfolgreichem Transport und Test kann eine Weiterleitung in das Produktivsystem beantragt werden.

Mit beiden Methoden wird sichergestellt, dass Transporte erst nach einer Genehmigung durch mindestens eine weitere Person in die Systeme transportiert werden können. Durch die Gewährleistung dieses mindestens Vier-Augen-Prinzips werden die Auditanforderungen vieler Unternehmen und Wirtschaftsprüfer erfüllt.

Ansprechpartner: Florian Lamml; Turn on Javascript!