Nahtloser Übergang für optierende Kommunen

Kommunen für ArbeitZum Jahreswechsel entsteht für die so genannten „Optierenden Kommunen“ eine Herausforderung: Bedingt durch veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen ab 1.1.2012 stehen sie vor der Aufgabe, Dienstleistungen, die bisher in ihrem Auftrag oder in partnerschaftlicher Zusammenarbeit von der Bundesagentur für Arbeit (BA) abgewickelt wurden, in eigener Regie abzubilden.

Dazu gehört auch die Auszahlung von Leistungsansprüchen nach dem SGB II (Sozialgesetzbuch II) wie die „Grundsicherung für Arbeitssuchende“. Für viele Anspruchsberechtigte, die über kein Bankkonto verfügen, ist die Auszahlung in bar die beste Lösung. Dies wurde bisher durch ein von der BA in Zusammenarbeit mit Wincor Nixdorf und S&N eingerichtetes und betriebenes Netz von Geldautomaten sichergestellt, die, unabhängig von Bankennetzen, als „Auszahlautomaten“ in den meisten Dienststellen der BA zur Verfügung standen. Diese Lösung hat sich seit Einführung im Jahr 2004 bestens bewährt und wird seitens der BA auch weiterhin so betrieben.

Mit der vom Gesetzgeber geforderten Entflechtung der Aufgaben zwischen BA und optierenden Kommunen sehen sich die Kommunen nun vor der Aufgabe, dies selbst in die Hand zu nehmen. Die Kassenautomaten, die bisher zentral durch die BA betrieben wurden, werden zukünftig in Eigenregie geführt. Dies bedingt natürlich auch, dass alle erforderlichen Integrationsmaßnahmen umgesetzt werden, um im Rahmen der kommunalen Kassenverwaltung solche Automaten betriebswirtschaftlich führen zu können. Das beginnt bei der Disposition von Auszahlanweisungen, die jetzt ganz anders gehandhabt werden und reicht bis zur Verbuchung durchgeführter Auszahlungen in den jeweiligen Buchhaltungssystemen. Nicht zu vergessen die Kassenführung und das Cash Management, also die Bestandsführung und Versorgung der Automaten mit frischem Geld.

Kommunen

Diese Herausforderung wird noch „gewürzt“ durch die Tatsache, dass natürlich mit dem Jahreswechsel ein reibungsloser Übergang sicherzustellen ist. Bis Ende des Jahres 2011 Versorgung durch die BA – ab 2.1.2012 Versorgung durch die Kommune.

Maßgeschneidert für diese Herausforderungen hat S&N zusammen mit Wincor Nixdorf ein Migrationskonzept entwickelt, wie pünktlich Anfang Januar die Kommunen Kassenautomaten in eigener Regie betreiben können – mit vollständiger Integration in die jeweiligen Fachverfahren. War bisher nur ein Fachverfahren in das Auszahlungssystem integriert, nämlich das der BA, so sind in Zukunft viele Unterschiedliche einzubinden, da es in der Welt der kommunalen Verwaltung eine Vielzahl von Fachanwendungen gibt, die in den unterschiedlichen Kommunen im Einsatz sind.

Auf Basis der CETIS Plattform wurde eine Lösung für optierende Kommunen entwickelt, die es erlaubt, sehr flexibel an die in der jeweiligen Kommune betriebenen Verfahren angebunden zu werden, ohne dass der Kern, also der Betrieb des Automaten selbst, seine technische Überwachung und das Cash Management, davon berührt werden.

Neben der Bereitstellung der Lösung ist auch ein recht anspruchsvolles Rollout-Konzept Teil des Gesamtangebots, das es erlaubt, sämtliche Installationen schon vor Erreichen des Stichtages durchzuführen, vor Ort integrativ zu testen, um dann bis zum Jahresende in der bisherigen Art und Weise weiter zu arbeiten. Zum 1. Januar wir dann pünktlich umgeschaltet. Hier arbeiten Wincor Nixdorf und S&N Hand in Hand bei der Planung und Durchführung dieser anspruchsvollen Aufgabe, stets in enger Abstimmung mit den involvierten Kommunen und der BA.

Ansprechpartner: Thomas Vogel; Turn on Javascript!