Die Zukunft liegt im Web

urlGlobal Format und S&N entwickeln Web-Anwendung für Bilanzanalyse

Bei der S&N arbeitet ein Team aus erfahrenen Entwicklern daran, Bilanzanalyse im Web zu ermöglichen. Die Anforderungen sind hoch: Die Funktion eines Rich-Clients ohne Abstriche an Komfort und Geschwindigkeit ins Web zu bringen. Mehr noch: die Oberfläche soll modernisiert und die Bedienung noch einfacher werden.

Doch der Reihe nach: Die Global Format GmbH & Co. KG ist ein Full-Service Provider für die Bilanzanalyse, der seine Dienstleistung seit nunmehr sechs Jahren am Markt erfolgreich anbietet. Die aktuell als Rich-Client-Lösung angebotene Anwendung Global Format ist eine leistungsfähige Standardsoftware für die Bilanzanalyse, die zudem flexibel auf mandantenspezifische Anforderungen angepasst und erweitert werden kann. Die Global Format ist im Jahr 2005 mit drei Mandanten gestartet und betreut inzwischen mehr als ein Dutzend Institute im In- und Ausland. Und die Zeichen stehen weiterhin auf Wachstum.

Mit zunehmender Anzahl an Mandanten zeigen sich jedoch auch Nachteile der bestehenden Lösung. So muss für jede neue Version bei den Mandanten die Client-Komponente installiert werden. Dieser Prozess erfordert eine umfangreiche Abstimmung und Koordination. Hinzu kommt, dass der Kostendruck in der Finanzbranche deutlich zugenommen hat und daher immer mehr Institute im Rahmen ihrer IT-Strategie Anwendungen bevorzugen, mit denen Installations- und Administrationsaufwendungen minimiert werden können.

Die Global Format hat dies frühzeitig erkannt und auf Basis ihrer langjährigen Erfahrungen und intensiven Zusammenarbeit mit ihren Mandanten die Anforderungen an eine zukünftige Anwendung definiert. So lässt sich die angestrebte Aufwandsreduzierung am besten mit dem Einsatz von Webtechnologien erreichen. Die Zielplattform ist hierbei der Internet Explorer 8, der bei den meisten Instituten aktuell als Standardbrowser eingesetzt wird. Gleichzeitig muss der von dem Rich-Client gewohnte Bedienkomfort hinsichtlich Funktionalität, Geschwindigkeit und Stabilität ohne Abstriche an die Sicherheit beibehalten werden. Zudem soll sich die neue Anwendung durch ein modernes Erscheinungsbild und eine noch einfachere und intuitivere Bedienung auszeichnen.

Mit diesen hohen Erwartungen ist die Global Format auf die S&N zugegangen, die sich bereits in der Vergangenheit als kompetenter und zuverlässiger Realisierungspartner erwiesen hat. Bei der Prüfung der Anforderungen zeigte sich schnell, dass die Anforderungen mit herkömmlichen Web-Frameworks nicht erfüllt werden können und neue Wege gegangen werden müssen. 

So stellen alleine die geforderten Antwortzeiten eine enorme Herausforderung für eine Webanwendung dar. Darüber hinaus müssen nicht nur bestehende Funktionen ins Web portiert, sondern neue Bedienkonzepte wie Kontextmenüs, Favoriten, Drag & Drop etc. hinzugefügt werden. Hinzu kommt noch in besonderem Maße, dass der Internet Explorer in der Version 8 Web-Standards nur mit Einschränkungen einhält und eine um den Faktor 10 geringere Java Script-Performance ausweist, als ein aktueller Browser.

Nach einer ausführlichen Evaluierung fiel die Wahl auf das Google Web Toolkit (GWT). GWT überzeugt durch eine radikal vereinfachte Technologiematrix und eine umfassende Unterstützung für Entwickler. Die Entwicklung findet mit GWT auf Server und Client in der gleichen Programmiersprache statt. Die notwendige Übersetzung in Javascript für die Client-Anwendung erfolgt durch das GWT. Die Entwickler werden von einer optimalen Entwicklungsumgebung unterstützt, die sich nahtlos in Eclipse einfügt und extrem kurze Turnaroundzeiten erlaubt. Zur Problemanalyse steht ein integrierter Debugger für Client und Server zur Verfügung. Zusätzlich können Performancemessungen mit einem Speed Tracer durchgeführt werden. Mit Hilfe des GWT kann die S&N die Anforderungen der Global Format exakt und ohne Abstriche umsetzen. Besonders erfreulich: nach den ersten Ergebnissen liegt die Performance sogar über den schon hohen Erwartungen.

In Kooperation mit einem Webdesigner wurde die Oberfläche nach den Anforderungen der Global Format grundlegend überarbeitet und neu gestaltet. Das Ergebnis ist mehr Klarheit, einheitliche Metaphern, eine Reduktion auf das Wesentliche und eine Modernisierung und optische Aufwertung der Anwendung. Immer nach dem Motto: Design follows function.

Das Projekt verfolgt einen ambitionierten Zeitplan. Die Umsetzung erfolgt in mehrwöchigen Entwicklungsstufen (Sprints), in denen abnahmefähige Ergebnisse produziert und im Anschluss qualitätsgesichert werden. Das Projektteam setzt sich aus Mitarbeitern der S&N und der Global Format zusammen. Durch diese enge Zusammenarbeit wird eine hohe Qualität sichergestellt und Abweichungen von den Anforderungen können frühzeitig erkannt werden.

Die Ergebnisse nach Abschluss der ersten Entwicklungsstufen sind überzeugend und entsprechen in vollem Umfang den hohen Erwartungen. Bevor die neue Anwendung „Global Format Web“ im 2. Quartal 2012 in den Pilotbetrieb gehen wird, liegen noch herausfordernde Monate vor dem Projektteam. Die bisherigen Ergebnisse zeigen jedoch, dass sich das Projekt auf dem richtigen Weg befindet.

Mit dem Übergang zu der Webanwendung befreit sich die Global Format nicht nur von den Einschränkungen der bestehenden Architektur, sondern erschließt sich auch neue Kundenpotentiale, da Global Format als Web Anwendung nun für alle Institutsgrößen von Interesse ist.

Ansprechpartner: Claus Hoffmann; Turn on Javascript!