Vom Fuhrparkverwalter zum Mobilitäts-Manager

Im Fuhrparkmanagement hat in den letzten Jahren ein rasanter Wandel stattgefunden. Gründe dafür liegen in den drastisch gestiegen Kosten für die KFZ-Flotte in allen Bereichen, die gestiegene Haftung für den Fuhrparkmanager und der Wandel vom Verwalter zum Flottenmanager.

Ein kaum definierter Aufgabenbereich

In der Vergangenheit wurde die Verwaltung des Fuhrparks oft als eine Tätigkeit angesehen, die „nebenbei“ erledigt werden kann. Dass dadurch ein hohes Einsparpotenzial vergeben wurde, war nicht bewusst oder nicht so wichtig. So gab es kaum eindeutige Arbeitsplatzbeschreibungen oder definierte Aufgaben. Eigentlich ein nicht haltbarer Zustand, wenn man die Komplexität und Verantwortung dieser Position bedenkt.

Der Wandel

Seit einigen Jahren ist nun ein Wandel erkennbar. Die in allen Bereichen gestiegenen Kosten, die Restwerte-Diskussionen bei der Fahrzeugrückgabe und die erweiterten Verantwortungsbereiche haben innerhalb der Unternehmen bei der Geschäftsleitung, im Controlling und bei den internen Versicherungsabteilungen zu einem Umdenken geführt.

So werden zunehmend die „Standard-Lösungen“ Excel oder Access entweder durch Angebote für das Flottenmanagement ersetzt, die Leasinggeber oder Autohersteller anbieten, oder durch Lösungen wie fleet@insTRA.

Wenn z. B. Unternehmen andere Unternehmen gründen oder zukaufen, die ebenfalls über eine Flotte verfügen, die integriert werden muss, entstehen zusätzliche Anforderungen. Dann sind Lösungen wie fleet@insTRA gefragt, die standortunabhängig und browserbasiert sind. Ein erster Schritt in die Mobilität von Software.

Die aktuelle Entwicklung

fuhrparkIn Konsequenz aus dieser Entwicklung legen die Unternehmen zunehmend Wert auf eine Lösung, die unabhängig ist und auf die verschiedenen Anforderungen individuell angepasst werden kann. In Verbindung mit Zusatzgeräten wie z. B. MD Log der Modern Drive GmbH lassen sich so spürbar Kosten reduzieren. Nicht nur beim Treibstoff und den Verschleißteilen, sondern auch bei den Versicherungskosten, da gezielte Trainings organisiert und so die Schadenquote reduziert werden kann.

Durch die spürbaren Erfolge eines professionellen Flottenmanagements hat auch die Position der Fuhrparkmanager innerhalb der Unternehmen eine andere Akzeptanz erhalten. Es gibt mittlerweile in fast jedem Unternehmen eine klare Tätigkeitsbeschreibung und Festlegung der Verantwortlichkeiten.

Vom Fuhrpark- zum Mobilitätsmanager

Laut Dataforce vollzieht sich aktuell ein Wandel vom Flottenmanager zum Mobilitätsmanager. 

Neue Angebote wie z. B. das Car Sharing, neue Fahrzeugtypen wie Elektroautos oder andere Fahrzeuge für kurze Strecken verändern auch zusehends das Bild einer bisher weitgehend homogenen Flotte zu einer gemischten, die aus unterschiedlichsten Fahrzeugtypen besteht.

Damit ändert sich auch das klassische Bild des Fahrzeugberechtigten. Meist wurde bisher gemäß der Berechtigungsstufe des Mitarbeiters ein Fahrzeug ausgewählt und die Kilometerleistung entsprechend der Tätigkeit festgelegt.

Heute werden dafür viel mehr Aspekte betrachtet:

 
  • Ist es bei einer hohen Kilometerleistung sinnvoller, dass der Mitarbeiter mit der Bahn oder dem Flugzeug reist, satt stundenlang unproduktiv im Auto zu sitzen?
  • Auf kurzen Strecken oder auf dem Firmengelände können andere Fortbewegungsmittel wie Elektrowagen oder ein Shuttledienst schneller und günstiger sein.
  • Der Verwaltungsaufwand einer Poolcarflotte kann erheblich durch das Modell des Car Sharings gesenkt werden, bei dem z. B. Fahrzeuge über eine bestimmte Region oder ein weitläufiges Firmengelände verteilt stehen und unkompliziert für Fahrten genutzt werden und woanders einfach wieder abgestellt werden können. Die Abrechnung erfolgt automatisch auf Kostenstellen etc. durch mobile Abrechnungsgeräte, die die Daten des Fahrers und z. B. seiner Kostenstelle online übertragen.
  • Es wird immer mehr darauf geachtet, dass die CO2-Bilanz optimiert wird.
  • Umweltaspekte werden grundsätzlich immer wichtiger und tragen auch verstärkt zu Einsparungsmöglichkeiten und Imagegewinn bei.
  • Werden die Schritte durch Maßnahmen unterstützt, die die Vorteile auch bei den Mitarbeitern bewusst machen?

Mobile Endgeräte werden verstärkt unterstützen

Viele dieser neuen Anforderungen sind nur mit mobilen Endgeräten wie Tablet-PCs oder Smartphones effizient umzusetzen. Als Beispiel sei hier die Übergabe oder Rücknahme von Poolcars oder Mietfahrzeugen genannt.

Hier ist es absehbar, dass zukünftig die Fahrtdaten über den CAN-Bus z. B. mit der MD Log-Box ausgelesen und direkt auf das mobile Endgerät übertragen werden. Damit erhält der Poolcar-Verantwortliche sofort alle relevanten Daten wie Kilometerstand, Fahrtdauer und Verbrauch oder auch die Fahrweise. Zusätzlich können im Bedarfsfall auch Fotos von Schäden erstellt und online übermittelt werden.

Im Flottenmanagement gibt es also noch zahlreiche Möglichkeiten der Optimierung, die jetzt erst durch neue Technologien möglich werden.

fleet@insTRA wurde mit der neuesten SAP-Technologe WebDynpro for ABAP (WD4A) entwickelt und kann damit die Anforderungen der Zukunft optimal erfüllen.