Mobility - Veränderungen, Herausforderungen und Chancen

Veränderungen beginnen im Geiste, nur wer im Geiste mobil ist, kann etwas bewegen. Neben dieser Grundvoraussetzung stehen zwei weitere Bereiche im Zusammenhang mit Mobility; die Zeit und der Ort. Diese kommen besonders zum Tragen, wenn sich unser Handeln an dem Ziel immer und überall erreichbar zu sein, ausrichtet.

Die starke Nutzung von mobilen Endgeräten wie z.B. das Smartphone im Zusammenspiel mit sozialen Netzwerken ist nur ein Merkmal für den „mobilen Wandel“. Das sich ständig weiter entwickelnde Internet mit Web2.0/3.0 eröffnet neue Wege der Vernetzung und erfasst immer mehr Bereiche des Lebens. Soziale Netzwerke, Vernetzung von Services und Wissens-/Informationsaustausch zählen schon heute zum festen Bestandteil unseres Lebens.

Was aber hat das alles mit unserer Geschäftswelt zu tun? Auch hier stellt sich ein Bewusstseinswandel ein. Christian Vocke, stv. Projektleiter des Innovationsforums  »Bank & Zukunft« am Fraunhofer IAO erklärt hierzu: „Arbeit und Freizeit und somit berufliche und private Belange, vermischen sich zunehmend.

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Der Wandel der Arbeitswelt im Kontext von New Work ist dabei durch fortschreitende Automatisierung, die Dynamisierung der Arbeitsweise (orts- und zeitunabhängig) sowie flexible und interaktive Arbeitsstrukturen geprägt. Neben den Auswirkungen auf zukünftige Arbeitsmodelle eröffnet dies in Verbindung mit den zu verzeichnenden Trends zur Mobilität und Individualisierung optimierte Möglichkeiten der Bank-Kunde-Interaktion.“

Die Trendstudie aus »Bank & Zukunft 2011« bestätigt: In den meisten Finanzinstituten wird Mobility inzwischen eine strategische Bedeutung eingeräumt. Im Mobile- Banking/-Finance liegen die Zukunftsmärkte. Das gilt auch für branchenfremde Anbieter, auch sie bieten verschiedene Finanzservices, wie z.B. Bezahlverfahren an.

Nach der Trendstudie plant jede fünfte Bank die Entwicklung von Mobility-Lösungen. Dabei ist das Feld der Anwendungen vielfältig, von allgemeinen Geo-Services über den digitalen Vertrieb bis hin zu individuellen Informationsdiensten. Mobile Interaktionen über das Mailing hinaus, wie Instant Messaging, Chatten oder Twittern, haben bereits im Geschäftsverkehr einen festen Platz.

Nicht auf die „Killer-App“ warten, sie „sind“ schon da!

Auf die EINE Mobile-Anwendung zu warten und die existierenden bzw. noch kommenden „Helfer-Anwendungen“ zu ignorieren, wäre fatal. Gerade die vielen „kleinen“ Apps sind es, die uns im privaten wie im beruflichen Alltag unterstützen. Mit einer zukünftig verstärkten Interoperabilität der Apps wird es möglich sein, prozessübergreifende Anforderungen entsprechend unserem intuitiven Verhalten bereitzustellen.

Die Teilnehmer im Innovationsforum »Bank & Zukunft« sind sich einig: „Die Herausforderung der Moblity-Strategie liegt darin, rechtzeitig die kundenorientieren Lösungen und deren Produktivität mit den Sicherheitsanforderungen und der Compliance in Einklang zu bringen. Marktvorteile hat nur der, der mit der Bereitstellung der prozessoptimierten und automatisierten Backend-Anwendungen die Basis für den mobilen Zugang schafft“. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Kundenorientierung und den dargestellten Entwicklungen einer mobilen Kunde-Bank-Kommunikation müssen diese Maßnahmen möglichst zeitnah umgesetzt werden.

Ansprechpartner: Uwe Bröker; Turn on Javascript!