GWT (Google Web Toolkit) - just another Framework?

Viele Java-Entwickler meiden Javascript - das hat gute Gründe. Zum einen begibt man sich in die Untiefen der Browser-Unterschiede und zum anderen macht Javascript es den Entwicklern leicht, Fehler zu machen. Dazu fehlt es an ausgereiften Werkzeugen, wie man sie aus dem Java Umfeld kennt und schätzt.

Daher liegen bei vielen Web Frameworks die Geschäftsabläufe und Ablaufsteuerungen auf dem Server. Die Darstellung im Browser bleibt dem Web Framework und einer Widget-Bibliothek überlassen. Das hat gravierende Nachteile bei der Bedienung, da für jede Aktion die Web-Seite neu geladen wird. Selbst bei AJAX-Unterstützung ist für jede Aktion eine Anfrage an den Server notwendig. Das macht interaktive Anwendungen zäh.

Klassische Web-Frameworks haben somit ihre natürliche Grenze und kommen für erfassungsintensive und interaktive Anwendungen nicht in Frage. Eigene Widgets, Javascript Bibliotheken und Javascript Schnipsel können diese Grenze etwas verschieben, aber sie bleibt grundsätzlich bestehen.

Javascript erzeugen ohne Javascript zu programmieren

Viele Anwender haben sich in ihrem Alltag an immer komfortablere Web-Anwendungen gewöhnt. Google, Facebook und Microsoft machen es vor und definieren Bedienkomfort im Web neu. Diese großen Firmen können es sich leisten, in Javascript Clients zu investieren.

GWTSie leisten sich große Teams mit Javascript Spezialisten und aufwändige Testverfahren. Und sie investieren in Tools.

Eines dieser Tools ist das Google Web Toolkit. Es wurde von Google entwickelt und ist als Open Source zur allgemeinen Nutzung freigeben. Es ist im Kern ein Compiler, der Java in Javascript übersetzt. Dies klingt wenig spektakulär - ist es aber doch! Java ist die Programmiersprache, die oft für Geschäftsanwendungen verwendet wird, so dass Client und Server nahtlos zusammen passen.

Das GWT erlaubt es, für den Browser zu programmieren und abstrahiert zugleich von den Browser-Unterschieden. Der Compiler erzeugt effizientes und kompaktes Javascript und deckt typische Flüchtigkeitsfehler auf, wie z.B. unsinnige Typkonvertierungen oder Tippfehler. Ein weiteres Highlight ist die Integration in die Eclipse Entwicklungsumgebung - inklusive Debugger!

Entwickler können in der gewohnten Programmiersprache und in der bekannten Entwicklungsumgebung für beliebige Browser entwickeln - die Produktivität steigt um ein Vielfaches gegenüber der sonst üblichen Javascript-Entwicklung.Mit dem GWT fällt es leicht, Logik in den Browser zu verlagern, ohne in die Komplexitätsfalle zu laufen.

GWT im Einsatz bei S&N

Die Vorteile haben uns bei S&N überzeugt, GWT für Web-Anwendungen einzusetzen. Die positiven Erfahrungen während der Entwicklung und im produktiven Einsatz, bestätigen unsere Einschätzung: Mit dem GWT kann die Bedienung einer Web-Anwendung drastisch verbessert werden und es ist optimal geeignet für den Einsatz in Unternehmen.

Mit dem GWT lässt sich aber nicht nur die Bedienung existierender Web Anwendungen verbessern. Das GWT ist das ideale Framework, um Desktop-Anwendungen zu migrieren und mit hohem Bedienkomfort ins Web zu bringen - mit all den Vorteilen, wie dem einfachen Deployment, dem zentral steuerbaren Layout und des Corporate Design mittels CSS.

Haben Sie schon entdeckt, welche Ihrer Anwendungen Sie gerne vom Desktop ins Web bringen möchten? Dann nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner: Christian Vögtle; Turn on Javascript!