Web Device Controller: ein Produkt mit Erfolgsstory!

Blicken wir zurück, so hat alles vor mehr als sechs Jahren angefangen. Es galt für eine Großbank eine Lösung zu schaffen, die es erlaubt, die Steuerung von Peripheriegeräten auf eine quasi standardisierte Plattform zu bringen. Kosten- und Risikominimierung waren die wirtschaftlichen Vorgaben; Flexibilität, Sicherheit und Hardwareunabhängigkeit die technischen Rahmenbedingungen, die einzuhalten waren. Die zunächst einzige Zielperipherie, der Automatische Kassentresor (AKT), sollte hardwareunabhängig und entkoppelt von der Schalter/Kasse-Anwendung ansteuerbar sein.

Die interessante Aufgabenstellung warf relativ schnell die Frage auf, entweder ein Produkt zu entwickeln, das den Anforderungen des Kunden gerecht wird und zugleich weitere Märkte und Einsatzgebiete bedienen kann oder eine individuelle Lösung für eine, mit dem Kunden und Geräteherstellern noch genauer zu definierende AKT-Standard-Spezifikation bereitzustellen. Die Entscheidung fiel zugunsten der Produktvariante aus, die zum einen die AKT-Spezifikationsanforderungen voll erfüllt und zum anderen weitere Features bietet, um zusätzliche Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner, EC-Cash-Geräte usw. anzusteuern.

Der Einsatzschwerpunkt liegt nach wie vor auf dem Cash Handling, weitere Einsatzgebiete sind jedoch denkbar. Neben den typischen Transaktionen wie Ein-/Auszahlungen sind Statusabfragen und Verwaltungsfunktionen auch in anderen Geräteeinsätzen von hoher Relevanz.

Damit war das Produkt Web Device Controller, kurz WDC geboren. Was zeichnet dieses Produkt gegenüber den bereits existierenden Geräteanbindungen aus? Der Name ist Programm: Web DC, damit wird erstmals ein Gerät nicht als Hardware-Einheit gegenüber einer Applikation bekannt gemacht, sondern als ein Service, der auf offene Kommunikationsstandards setzt.

Wie bereits in einem früheren Newsletter berichtet, unterstützt der WDC das Ziel der Vereinfachung durch die konsequente Nutzung der Service orientierten Architektur (SOA).

Funktionen und Features

Konzeption und Design

Konzepte von zukünftigen Anwendungen, die zum Input / Output von Informationen, Geräte einsetzen, bedienen sich der durch den WDC bereitgestellten Services. Gerätespezifische Kenntnisse sind nicht mehr notwendig - Aufrufe und Ergebnisse werden auf der Ebene der Geschäftsfunktionen designed und verarbeitet.

Infrastruktur und Integration

Die Integration von Geräten in Infrastrukturen über den WDC setzt nur einen Netzwerkanschluss voraus. Zusätzliche Komponenten sind nicht erforderlich. Das Konfigurationsmanagement erlaubt eine individuelle, der Kundenumgebung angepasste Einbindung des WDC und somit der benötigten Geräte.

Rollout und Betrieb

Der gesamte Betriebszyklus – ausgehend von der Inbetriebnahme über Konfigurationsanpassungen und Softwareupdates bis hin zum Monitoring werden unterstützt. Der WDC stellt den gängigen Standard-Tools zur SW-Verteilung oder zur Überwachung die dazu notwendigen Informationen und Mechanismen zur Verfügung.

Sicher und Geschützt

Security ist im Umgang mit Geld und Kundendaten eine der wesentlichen Einsatz-Voraussetzungen. Der WDC lässt sich vollständig in das jeweilige Unternehmens-Sicherheitskonzept integrieren. Dabei setzt er auf etablierte Standards und Verfahren. Ein externer, unabhängiger Penetration-Test hat die hohe Güte des internen WDC-Sicherheitskonzepts bestätigt

Aktuell und State of the Art 

Neue Anforderungen an Sicherheitsfeatures, regulatorische Anforderungen wie z.B. Daten zu statistischen Auswertungen (EZB-Anforde-rungen) oder die „neuen 5 Euro-Noten“ fließen in die Produktentwicklung ein und halten die Anwendung von sonst notwendigen Softwareerweiterungen frei. Zusätzliche Features aus anderen Märkten werden bereitgestellt und ermöglichen eine breite Nutzung über das ursprüngliche Einsatzszenario einer Branche hinaus.

Ausbau- und Kombinierbar 

Mehrere Geräte als ein logisches Gerät und somit als einen Service gegenüber der Geschäftsanwendung zu präsentieren, ist eine weitere Stärke des WDC. Als Beispiel sind hier ein Noten-AKT und ein Münz-Recycler als „Combined Device“ verfügbar. Die Anwendung behandelt die Geräte aus der Business-Sicht wie ein System und setzt die Kommandos gegenüber dem WDC entsprechend ab. Der WDV sorgt intern für die entsprechende HW-Zuordnung.

Erfolge

Rollout bei einer Großbank auf mehr als 700 Systeme

Über 700 Cash-Recycler AKTs eines großen deutschen AKT-Herstellers sind mit integriertem WDC im produktiven Einsatz. Durch die administrativen Möglichkeiten (automatische Installation und Update-Versorgung) sowie die entkoppelte Weiterentwicklung der Schalter/Kassen-Anwendung konnte die Bank bis dato Einsparungen eines 6stelligen, im oberen Feld liegenden  Betrags vermerken. Die Zuverlässigkeit und das Management der Systeme sind weitere Punkte, die zur Optimierung des AKT-Einsatzes beitragen.

Einsatz in diversen Selbstbedienungs-Szenarien

Stadtkassen, Universitäten oder Verbund-Betriebe wie sie Autobahn-Raststätten darstellen, nutzen neben unserem Cash Handling Produkt CETIS, die WDC-Technologie zur Ansteuerung von großen Münzrecyclern, weiteren AKTs und Spezialperipherien wie EC-Cash-Terminals. Das Konzept ermöglicht eine für den Endanwender geräteunabhängige Sicht auf die Transaktionen und das gesamte Cash Handling. Die Bewältigung bzw. Handhabung von unterschiedlichen Geschäftsfällen, unterschiedlichen Gerätearten und -typen und differenzierten Belastungsprofilen  (Performanceanforderungen), zeigen den erfolgreichen, vielseitigen Einsatz des Web Device Controllers.

Combined Device Steuerung im Handel

Geräteansteuerung im Handel ist immer eine Herausforderung. Sicherheit und Stabilität sind auch hier Kriterien, die weit vorne stehen. Der Einsatz von kleinen Recycler-AKTs und Münzrecyclern im Einzelhandel ist eine Alternative zur sonst üblichen Kassenlade, um Bargeldgeschäfte abzuwickeln. Der Kunde gibt sein Geld direkt in die Geräte und erhält auch von dort das entsprechende Rückgeld.

Sicherheit für das Kassenpersonal vor einer Falschgeldannahme oder einem Verzählen sowie einer sofortigen, sicheren Verwahrung sind nur einige Aspekte für das Konzept. Der WDC macht dieses möglich. Die POS-Anwendung (Point of Sale) einer SB-Marktkette nutzt die Gerätekombination für alle Ein-/ Auszahlprozesse wie „ein“Gerät. Der WDC übernimmt dabei die komplette Verantwortung der Device-Steuerung. Erweiterungen für Scanner oder andere Geräte (z.B. Kundenbildschirm) werden ebenfalls über den WDC abgewickelt. Ein klares Konzept, das Schnittstellendiskussionen auf ein Minimum reduziert und für Erweiterungen oder Veränderungen offen ist.

Die Erfolgsstory geht weiter. Cash Management, was u.a. die optimale Kontrolle und Steuerung des Geldflusses bedeutet, ist ein weiteres Plus des WDC-Produktes. Durch die enge Verknüpfung mit dem Gerät und der damit verbundenen Kenntnis der Status sowie der Bereitstellung dieser Informationen als Service, unterstützt der WDC die unterschiedlichen Teilnehmer im Cash Management Umfeld. So wird z.B. der WTU (Werttransportunternehmer) frühzeitig auf den Tausch einer Geld-Kassette oder auf eine Abschöpfung hingewiesen oder die interne Gerätebelegung durch Geldnoten wird optimiert.

Der Web Device Controller ist für den Anwender ein erprobtes, offenes Produkt, für das es noch viele Einsatzgebiete im Bereich Device Steuerungen geben wird.

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Ansprechpartner: Thomas Vogel; Turn on Javascript!