Der BIK-Report

Ausführliche Auswertung der Bilanzen des Bundesanzeigers

Alle Kapitalgesellschaften in Deutschland sind verpflichtet, ihren Jahresabschluss beim Bundesanzeiger einzureichen. Die Abschlüsse werden dann vom Bundesanzeiger einheitlich aufbereitet und zeitnah publiziert. Jedes Jahr kommen über eine Million Jahresabschlüsse zur Offenlegung.

Die S&N AG bietet, in Kooperation mit dem Bundesanzeiger Verlag Datenservice, die Möglichkeit, diese Jahresabschlüsse unmittelbar dem Bilanzanalysesystem BARS zur Verfügung zu stellen.

Neben dem Import von einzelnen Bilanzen oder Bilanzpools, etwa aller Unternehmen einer bestimmten Branche, beinhaltet BARS eine Funktion, die in Deutschland einzigartig ist: den BIK-Report.

BIK-Report

Ein großer Teil der verfügbaren Jahresabschlüsse enthält ausschließlich die Bilanz-Informationen, aber keine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Um dennoch aus diesen Daten möglichst belastbare Informationen über die wirtschaftliche Situation einer Kapitalgesellschaft zu erhalten, hat S&N den BIK-Report entwickelt. BIK ist ein Akronym fürBranchenIntegrierende Kurzbilanz. Der BIK-Report nutzt die leistungsfähige Funktion des Branchenvergleichs in BARS. Mit diesem Bericht wird das betrachtete Unternehmen in Echtzeit einem Branchendurchschnitt aller vergleichbaren Unternehmen gegenübergestellt.

Dieser Branchenvergleich umfasst immer zwei aufeinander folgende Bilanzjahre und wird als Durchschnittswert aller Unternehmen aus dem Datenbestand des Bundesanzeigers gebildet. Die Auswahl der Vergleichsdaten erfolgt nach Branchencode und Bilanzsumme. Es werden sowohl die absoluten Bilanzzahlen, wie Anlage- und Umlaufvermögen, Eigen-und Fremdkapital, als auch die wichtigen, sich daraus ergebenden Kennzahlen wie Verschuldungsgrad, Liquidität und Anlagenintensität berechnet und mit dem Branchendurchschnitt verglichen.

Abgerundet wird der BIK-Report dann durch die Abschnitte „Auffälligkeiten“ und „Rating-Indikation“. Durch eine eindeutige farbige Markierung werden Auffälligkeiten ermittelt und dargestellt. So werden alle Kennzahlen, bei denen das betrachtete Unternehmen im „schlechtesten“ Quartil seiner Branche liegt, rot hinterlegt. Liegt das Unternehmen im „besten“ Quartil wird die entsprechende Kennzahl grün hinterlegt.

S&N hat hierzu eine Vielzahl von Kriterien hinterlegt, auf die der Anwender hingewiesen wird. So gibt es beispielsweise Warnungen, wenn die Gefahr besteht, dass der betrachtete Kunde vor Liquiditätsproblemen stehen könnte. Auslöser hierfür ist eine Liquidität 1. Grades die komplett aus Werten der Bilanz herleitbar ist. BARS prüft dabei sowohl die absolute Liquidität, als auch die Differenz zum Vorjahr. Der Anwender wird in beiden Fällen gewarnt, sobald es Auffälligkeiten gibt. Auch Unstimmigkeiten innerhalb der Bilanz können zu einer Meldung führen. Wenn etwa in einem Geschäftsjahr ein Gewinn ausgewiesen wurde, das Eigenkapital aber gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, erfolgt ein Hinweis.

Im Gegensatz zu anderen Systemen sind wir bei S&N davon überzeugt, dass ein Rating ausschließlich auf Daten der Bilanz nicht geeignet ist, eine valide Risikoeinschätzung zu ermitteln. Der BIK-Report weist statt dessen eine „Rating-Indikation“ aus. Diese Indikation stellt eine erste Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kunden dar, die dann durch Erhebung weiterer Daten zu untermauern ist.

Ansprechpartner: Claus Hoffmann; Turn on Javascript!