Software Innovation Campus Paderborn

Universität Paderborn startet Forschungscampus mit zehn Partnerunternehmen und der Fraunhofer-Projektgruppe an der Zukunftsmeile

Software-Innovation Campus PaderbornDie enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige Innovationen. Um diese Zusammenarbeit noch intensiver gestalten zu können, starten die Universität Paderborn, zehn Technologie-Unternehmen der Region und die Fraunhofer-Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik an der Zukunftsmeile Fürstenallee den Software Innovation Campus Paderborn, kurz: SICP.

Neben der räumlichen Nähe werden vielfältige Kooperationsformen eine wirkungsvolle Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft ermöglichen. Hierzu zählen u. a. partnerübergreifende Kompetenzgruppen und ein gemeinsames Projektbüro. „Wir verstehen den SICP als Ort der Forschung und Innovation, des Wissenstransfers und der Personalentwicklung“, umschreibt Prof. Dr. Engels die Kernaufgaben des Forschungscampus. Der Zugang zu fachübergreifendem Wissen wird dabei zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Deshalb beteiligen sich nicht nur Informatiker und Ingenieure, sondern auch Wirtschafts- und Humanwissenschaftler am SICP.

„Mit dem SICP bauen wir die interdisziplinäre Forschung sowie den Wissens- und Technologietransfer mit der Wirtschaft aus – beides Aushängeschilder der Universität“, begrüßt der Präsident der Universität, Prof. Dr. Nikolaus Risch, die Initiative. Das erhöhe den Stellenwert der Universität Paderborn als Ganzes, erschließe aber auch allen beteiligten Wissenschaftlern vielversprechende Möglichkeiten, betont der Präsident.

„Durch die engmaschige Vernetzung am SICP stärken die Unternehmen ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit“, beschreibt Dr. Stefan Sauer, Geschäftsführer des s-lab – Software Quality Lab, den Nutzen für die Partner. Vorteile für die Unternehmen seien ein vereinfachter Zugang zu den unterschiedlichen Wissensträgern der Universität und die Bearbeitung von Forschungsthemen in einem größeren fachlichen und organisatorischen Zusammenhang. 

S&N begrüßt und unterstützt die Idee des SICP sehr. Die Umsetzung belegt zum einen die Bedeutung und die Leistungsfähigkeit des IT-Bildungsstandorts Paderborn. Zum anderen arbeiten wir ganz konkret an zukunftsorientierten Themen in den Bereichen Big Data Analytics, Cloud Computing und Mobile Enterprise Apps. Hier sind wir mit Blick auf zukünftige Anwendungsfelder dieser innovativen Technologien außerordentlich interessiert an einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und den verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen, insbesondere natürlich mit der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften. Die Zukunftsmeile Fürstenallee bietet ein hervorragendes Umfeld für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Zum Auftakt beteiligen sich die in Paderborn ansässigen Firmen Atos, dSPACE, Fujitsu, Morpho, Orga Systems, S&N und Wincor Nixdorf sowie aus der Region die Unternehmen HJP, Resolto und UNITY am SICP. „Wir haben aber schon Gespräche mit weiteren Unternehmen geführt, die ebenfalls großes Interesse bekundet haben“, erwartet Prof. Engels schon bald weitere Partner zu gewinnen. Die Universität Paderborn bringt vor allem ihre Technologie-Transferinstitute C-LAB und s-lab in den SICP ein. Allein hier werden aktuell Forschungsprojekte mit einem Fördervolumen von insgesamt 4,5 Mio. Euro für die beiden Institute durchgeführt. 

Für die Zukunft verfolgt der SICP ambitionierte Wachstumsziele: Bis zum Jahr 2020 sollen 200 Mitarbeiter auf dem Campus arbeiten. Das Kooperationsmodell ist offen für weitere Partner aus der Wirtschaft, vor allem die Unternehmen der Region Ostwestfalen-Lippe sind hierbei angesprochen.

Ansprechpartner: Josef Tillmann; Turn on Javascript!