Wertschöpfende SOA

Service-orientierte Architekturen (SOA) sind das zentrale Thema bei der Gestaltung von Anwendungsinfrastrukturen. Doch was ist SOA? – SOA ist ein Managementkonzept und keine Technologie. Auf Basis der Geschäftsprozesse werden fachliche Funktionen in Form von Services bereitgestellt. Diese sind lose gekoppelt, wohl-dokumentiert und wiederverwendbar. Ziel ist es dabei, eine auf die Geschäftsprozesse ausgerichtete Infrastruktur zu etablieren, die einfach an die sich ändernden Anforderungen anpassbar ist. Die Services werden von internen wie externen Anbietern bereitgestellt, die diese in einem / mehreren zentralen Verzeichnissen registriert haben. Dabei können die angebotenen Services wiederum andere Services nutzen. Die Nutzung erfolgt durch die sog. Service-Konsumenten, die die orchestrierten Services in ihre Geschäftsprozesse einbinden.

Eine Vielzahl von Einflussgrößen bestimmt das Vorgehen bei der Einführung bzw. Adaption einer SOA. Die Grundbausteine für eine Standortbestimmung bilden dabei die folgenden vier Aspekte:

  • Kenntnis der Business-Anforderungen
    Welche Anforderungen stellt das Business an die IT?
  • Dokumentierte Geschäftsprozesse
    Welche Geschäftsprozesse gibt es und an welcher Stelle werden sie durch IT unterstützt?
  • Definierte IT-Strategie
    Die strategischen Ziele der IT müssen festgelegt und mit den Business-Zielen in Einklang gebracht sein.
  • Kenntnis der aktuellen Anwendungslandschaft
    Die aktuell genutzte Anwendungslandschaft mit der Vielzahl an Anwendungen, Komponenten, Systemen muss bekannt sein.

Das Zusammenwirken der unterschiedlichen Einflussgrößen wird im nachfolgenden „Wirkungsdreieck“ dargestellt:

Den Ausgangspunkt bei einer Transformation zu einer Service-orientierten Architektur bilden die vorhandenen IT-Systeme. Die oftmals heterogene, „gewachsene“ Infrastruktur orientiert sich struktu­rell meist an den verschiedenen vorhandenen Applikationen. Eine Kopplung zwischen diesen ist häufig über individuelle Schnitt­stellen und bilateral realisiert. Der Betrieb durch den IT-Dienstleister (intern oder extern) erfolgt auf Basis eines Service Level Agree­ments. Dabei übernimmt der Dienstleister einen Teil der Governance bezüglich der vereinbarten Leistungen und der (aufsichts-)rechtlichen Aspekte (z.B. Datensicherheit / Daten­schutz), entlässt den Auftraggeber aber nicht aus seiner Verantwor­tung.

Ziel des Einsatzes neuer Technologien soll die Verbesserung der Wertschöpfung des Unternehmens sein. Einen Weg hierzu bildet die konsequente Verfolgung des SOA-Gedankens: Identifizieren und Bereitstellen wiederverwendbarer Services in Form einer Service-orientierten Architektur. Gerade bei klar definierten Services bietet sich dann auch hier die Möglichkeit, die Sourcing Policy zu prüfen und ggf. für einzelne / alle Services den Betrieb zu optimieren.

Ziel bei allen Massnahmen muss es sein, die Wertschöpfung der Geschäftsprozesse durch die SOA nachhaltig zu verbessern.

Was ist SOA nicht?

SOA ist kein reiner Technologie-Ansatz, sondern ein die Geschäfts­prozesse in den Mittelpunkt stellender Manage­ment-Ansatz. Daher ist SOA nicht mit Web Services gleichzusetzen. Es gibt eine Vielzahl anderer Technologien um fachliche Funktionen Service-orientiert bereitzustellen.

Von der IT zum Prozess – Agiles Vorgehen bei der Umsetzung

Um die Umsetzung zu beschleunigen, kann statt des „Wasserfall“-Vorgehens vom Geschäftsprozess über das IT-Design hin zur Entwicklung und Inbetriebnahme für die Migration bestehender Lösungen auch eine parallele Vorgehensweise gewählt werden. Hierbei wird für die bestehende Anwendung eine Analyse hinsichtlich der Geschäftsvorfälle und Funktionseinheiten durchgeführt. Daran schliesst sich eine Dekomposition in kleinere Module (sog. Services) an, um die Basis für eine Orchestrierung der Services in eine flexible Architektur zu bereiten. Den Abschluss bildet dann die Implementierung der grobgranularen und lose gekoppelten Services.

Parallel dazu erfolgt eine Ableitung der spezifischen Prozesse aus der Beschreibung der Services. Ein Mapping dieser erhobenen Prozesse und Ergänzung um die fachliche Beschreibung und Berücksichtigung von Plausibilitäten bildet die Grundlage für eine Abstrahierung der Prozesse für das Prozesshandbuch. Abschließend kann ein Benchmark der Prozesslandschaft mit Hilfe des SOA Quick Check zur Ermittlung des Reifegrads erfolgen.

SOA Quick Check

Mit Hilfe des SOA Quick Check erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen die Handlungsfelder zum Aufbau oder Ausbau einer Service-orientierten Architektur und der zugehörigen Prozesse. Fragestellungen zu den Themenfeldern Geschäftsprozesse, IT-Strategie und IT-Infrastruktur führen zur Standort-Bestimmung.

SOA mit S&N

S&N begleitet den Prozess der Etablierung oder Adaption einer Service-orientierten Architektur durch alle Schritte der Wert­schöpfungs­kette.

Wir unterstützen Sie mit unserem Know-how sowohl auf der fachlichen Seite bei der Definition und Dokumentation der Geschäfts­prozesse als auch bei der technischen Analyse und Umsetzung.

Gehen Sie mit uns den Weg zu flexibleren IT-Infrastrukturen und folgen Sie den Marktanforde­rungen nach mehr Flexibilität und einer stärkeren Kundenorientie­rung.