Projektinitialisierung

Die Weichenstellung des Projekts erfolgt bereits zu Beginn in der Projektinitialisierungsphase. Aus projektplanerischer Sicht fallen in dieser Phase die wichtigsten Entscheidungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes. Dabei umfasst die Projektinitialisierung die nachfolgend dargestellen Schritte.

Die Durch­führung der Projekt­initialisierung erfolgt unter der Berücksichtigung der projektspezifischen fachlichen und technischen Anforderungen. Weitere Rahmenbedingungen sowie mögliche Risiken und deren Vermeidung werden ein­bezogen. Ziel ist die Erstellung einer hochwertigen Projekt­planung bei Minimierung von Projektrisiken.

Checkliste

Mit Hilfe einer detaillierten Check­liste werden im Verlauf der Projekt­initialisierung der Status und die Ergebnisse der Aktivitäten gemeinsam geprüft.

  • Ist Art und Umfang des Projektes spezifiziert?
  • Sind die Projektziele bezogen auf die Themenbereiche Umfang, Scope, Termine und Ergebnisse definiert?
  • Sind die Kriterien für die Zielerreichung quantitativ messbar?

Projektplanung

Eine effiziente Projektsteuerung wird erst durch eine gute Projektplanung überhaupt möglich. Hierzu wird das Projekt strukturiert, zu den identifizierten Komponenten werden Aufwände geschätzt. Auf Basis dieser Informationen kann dann schrittweise die Meilensteinplanung und die detaillierte Zeit- und Ressourcenplanung erfolgen.

  • Sind Meilensteine zur Messung von Zwischenzielen definiert?
  • Ist die zu verwendende Projektmethodik zwischen allen Beteiligten abgestimmt?
  • Gibt es eine definierte und dokumentierte Vorgehensweise zum Umgang mit Änderungsanforderungen?
  • Ist die Projektorganisation definiert und dokumentiert?
  • Ist das Projekt in klar abgegrenzte Einheiten strukturiert?

Risikoanalyse

Projektrisiken sind niemals auszuschließen, ein erfolgreiches Projekt zeichnet sich durch eine Vermeidung und effektive Reaktion auf den Eintritt von Risiken aus. Dazu müssen Risiken bekannt, analysiert und bewertet sein. Aus der Bewertung der Risiken ergibt sich dann, welche präventiven und korrektiven Maßnahmen getroffen werden können.

  • Sind sowohl projektimmanente als auch projektexterne Risiken ermittelt worden?
  • Sind die Risiken bezogen auf Ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet worden?
  • Gibt es eine Maßnahmenplanung bezogen auf die Risiken?

Vorbereitung Projekt Kick-off

Der Start in die nächste Projekt­phase erfolgt mit dem Projekt-Kick-off. Während der Projekt­initia­lisierung wird dieses vorbereitet.

  • Ist der Teilnehmerkreis für das Projekt-Kick-off bestimmt?
  • Sind die relevanten Infor­mationen aus der Initiali­sierung identifiziert und Zielgruppen-orientiert aufbereitet?

Anforderungsanalyse

Die Anforderungsanalyse bildet die Basis für weitere Schritte der Projekt­initialisierung. Dazu wird ein gemeinsames Ver­ständ­nis für die Problem­stellung erarbeitet, dokumen­tiert und priorisiert.

  • Sind alle Stakeholder bekannt?
  • Sind die Anforderungen aller Stakeholder bekannt?
  • Sind die Anforderungen eindeutig (ggf. formalisiert) beschrieben?
  • Sind alle Anforderungen kategorisiert und priorisiert?

Chancen- und Nutzenanalyse

Nur bei einer genauen Kenntnis der Chancen und des zu erwartenden Nutzens eines Projektes kann das Projektziel genau definiert und die Projekt­planung auf die Zielerreichung und Nutzenerschließung ausgerichtet werden.

  • Welchen Beitrag leistet dieses Projekt für das Unternehmen?
  • Welche bestehenden Probleme werden durch das Projekt gelöst?
  • Welche Potenziale können nicht genutzt werden, wenn das Projekt nicht realisiert wird?

Projektzieldefinition

Das Projektziel ist das zentrale Kritierium, an dem der Projekt­erfolg gemessen wird. Inhalt und Umfang des Projektes werden hier skizziert und Themenbereiche abgegrenzt. Die Zieltermine und erste Meilensteine werden unter Einbeziehung der Stakeholder fixiert.

Nutzen

Durch eine professionelles Projektinitialisierung wird der Grund­stein für den späteren Projekt­erfolg gelegt.

Die Projekt­planung auf Basis des S&N-Vorgehensmodells ermög­licht die Unterstützung verschie­dener Methoden zur Projekt­durchführung (Wasserfall-Modell, V-Modell, agile Methodiken …) und macht sämtliche planerischen Aspekte eines Projektes trans­parent. Die ganzheitliche Betrachtung und Bewertung der Rahmen­bedingungen führt zu einer Risiko-minimierenden Planung und ist damit ein Baustein der Erfolgsgarantie für das Projekt.